Insgesamt 203 begeisterte Radfahrerinnen und Radfahrer vom Kleinkind bis zum Senior starteten bei schönstem Sommerwetter an der kurkölnischen Landesburg zur elften „Tour de Tolbiac“. Die Radtour rund um die Römerstadt Zülpich bietet auf einer familienfreundlichen Strecke nicht nur schöne Aussichten auf und über die Zülpicher Börde, sondern zusätzliche Informationen und Aktionen für die Teilnehmer an ein oder mehreren Zwischenstationen. Für diesen Aktionstag hatte Organisator Karl Teichmann eine Route von zehn Kilometern ausgewählt.

Organisator Karl Teichmann (l.) erläutert die Strecke der „Tour de Tolbiac“.Organisator Karl Teichmann (l.) erläutert die Strecke der „Tour de Tolbiac“.

Die „Tour de Tolbiac“ führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr zum vermeintlichen Feld der Chlodwigschlacht in die Nähe von Burg Langendorf. Am Stelenpark des berühmten Künstlers Ulrich Rückriem erwartete der Historiker und städtische Kulturreferent Hans-Gerd Dick die Radwanderer, um ihnen von den Mythen rund um die Chlodwigschlacht, die Anlass der Aufstellung einer ersten Rückriem-Stele im Jahre 1999 war, zu berichten . Anschließend führte die „Tour de Tolbiac“ am Gartenschaupark Zülpich vorbei wieder zurück zum Mühlenberg.

Insgesamt 203 Radwanderer starteten zur elften „Tour de Tolbiac“.Insgesamt 203 Radwanderer starteten zur elften „Tour de Tolbiac“.

Als ersten Höhepunkt erhielten die Radwanderer im Anschluss an die „Tour de Tolbiac“ freien Eintritt zur Sonderausstellung „Leben in Zülpich – Funde aus 7000 Jahren“ in den Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur. Hier mussten sie auch nach Hinweisen zur Lösung des beliebten Tourenrätsels suchen. Alle korrekt ausgefüllten Teilnehmerkarten nahmen an der anschließenden Verlosung teil, für die das Zülpicher Fachgeschäft „Fahrrad Schumacher“ tolle Sachpreise sowie als Hauptpreis ein Fahrrad sponserte. Für die Verköstigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgte der Geschichtsverein Zülpich im Innenhof der kurkölnischen Landesburg.

Hans-Gerd Dick (2.v.l.) erläuterte im Stelenpark die Chlodwigschlacht.Hans-Gerd Dick (2.v.l.) erläuterte im Stelenpark die Chlodwigschlacht.

Als abschließenden Höhepunkt dieses schönen Tages brachte der bekannte Kölner Kabarettist Jürgen Becker die Radwanderer mit seiner ganz persönlichen Sicht auf die Chlodwigschlacht zum Lachen. Margrit Adams-Scheuer vom Geschichtsverein hatte ihn aus Anlass der Renovierung „seiner“ Chlodwig-Stele, Requisite einer WDR-Produktion, eingeladen. Weil er wie alle Organisatoren ehrenamtlich auftrat, erhielt der bekennende Liebhaber edler Weine unter anderem einige Flaschen Rotwein aus Zülpichs Partnerstadt Blaye.

Bundestagswahl 2017