Der Käsmarkt ist zeitweise über die gesamte Straßenlänge zugeparkt, was die Verkehrssicherheit gefährden kann.Der Käsmarkt ist zeitweise über die gesamte Straßenlänge zugeparkt, was die Verkehrssicherheit gefährden kann.

Aufgrund der finanziell angespannten Haushaltslage der Stadt Zülpich werden in einigen Teilen der Kernstadt seit dem 9. April 2015 Parkgebühren erhoben. Die vom Rat der Stadt Zülpich im vergangenen Jahr mehrheitlich beschlossene Gebührenordnung für Parkscheinautomaten war von Beginn an als Verfahren eingeführt worden, bei dem zunächst Erfahrungswerte gesammelt werden sollten, um zu gegebener Zeit eventuell notwendige Korrekturen vornehmen zu können.

„Da der Parkausweichverkehr in einigen Straßenzügen seit der Einführung der Parkgebühren zu Verkehrssituationen führt, die teilweise die Verkehrssicherheit gefährden hat die Stadt Zülpich eine Anpassung der Gebührenordnung als Vorschlag erarbeitet. Darüber hinaus soll dies den Einzelhandel und damit Zülpich als Einkaufsstadt stärken“, sagt Bürgermeister Ulf Hürtgen.

Der Vorschlag für die Anpassung der Gebührenordnung und damit eine Änderung der Parkgebühren hat zum Ziel dem Einzelhandel entgegen zu kommen und einen größeren Anreiz für die Nutzung der gebührenpflichtigen Parkplätze zu schaffen. Das soll die Verkehrssicherheit in den vom Ausweichverkehr stark betroffenen Straßenzügen verbessern und die dortigen Anwohner entlasten. Dazu gehören beispielsweise die von-Lutzenberger Straße, die Guinbertstraße und der Käsmarkt. Hier können zusätzlich verkehrsregelnde Maßnahmen wie das Einzeichnen von Parkbuchten erfolgen, um ein Zuparken dieser Straßen auf ihrer gesamten Länge zu verhindern.

Um das kostenpflichtige Parken attraktiver als bisher zu gestalten schlägt die Stadtverwaltung eine Zeitanpassung der so genannten „Brötchentaste“ von 20 auf 30 Minuten vor. Zudem soll diese kostenfreie Parkdauer demnächst auf die gebührenpflichtigen Zeiten angerechnet werden. Gleichzeitig soll das Jahresticket von bisher 350 Euro auf 120 Euro pro Jahr und damit auf umgerechnet lediglich zehn Euro pro Monat deutlich gesenkt werden. Auch der Preis für das Monatsticket soll halbiert und von 40 Euro auf 20 Euro, sowie für das Wochenticket von 15 Euro auf zehn Euro gesenkt werden.

„Eine Änderung der Parkgebühren ist nur in Verbindung mit einer Verbesserung der Verkehrssicherheit und dem Schutz der Anwohner als Gesamtkonzept sinnvoll. Wir gehen davon aus, dass besonders das sehr günstige Jahresticket von nur 120 Euro für die Menschen, die in Zülpich arbeiten und einkaufen interessant ist. Das bisherige Ticket wurde nur in geringem Umfang genutzt. Hier erhoffen wir uns eine deutliche Steigerung“, erläutert Ulf Hürtgen.

Der Vorschlag zur Anpassung der Gebührenordnung wird zunächst im Gremium „Netzwerk Innenstadt Zülpich“ besprochen, ehe es der Haupt-, Personal- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 26. November 2015 an den Rat der Stadt Zülpich als Empfehlung weitergeben kann.

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