Für die notwendigen Arbeiten in den Gärten und Anlagen müssen naturgemäß die verschiedensten Geräte und Maschinen verwendet werden. Daher möchte ich auf die hier maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen hinweisen.
Mitte des Jahres 2002 ist die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung in Kraft getreten, in der unter anderem Betriebsregelungen für 57 listenmäßig aufgeführte Maschinen und Geräte aufgeführt sind.

Diese Regelungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

• In Wohn- und Kleinsiedlungsanlagen, Kur- und Klinikgebieten sowie auf dem Gelände von Krankenhäusern und Pflegeanstalten (also praktisch in allen Ortsbereichen) dürfen bestimmte motorgetriebene Gartengeräte (wie unter anderem Rasenmäher, Vertikutierer, Heckenscheren, Kettensägen, Häcksler oder Kreissägen) nur an Werktagen, d.h. montags bis samstags, in der Zeit zwischen 07.00 Uhr und 20.00 Uhr betrieben werden.

• Weitere Einschränkungen gelten für den Einsatz besonders lärmintensiver Gartengeräte (Laubbläser, Laubsauger sowie Freischneider und Grastrimmer/Graskantenschneider) die nur werktags in der Zeit von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr sowie 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr betrieben werden dürfen, sofern diese Geräte nicht mit dem Umweltzeichen als lärmarme Maschinen gekennzeichnet sind.

Verstöße gegen die Geräte- und Lärmschutzverordnung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 5.000 € geahndet werden kann. Bei den vorgenannten Regelungen handelt es sich wohlgemerkt um die gesetzlich festgelegten Mindestnormen.

Unabhängig von diesen Regelungen kann jeder dazu beitragen, die eigene Gesundheit oder die Gesundheit der Nachbarn sowie deren Nerven zu schonen. Bei der Anschaffung neuer Geräte sollte darauf geachtet werden, möglichst lärmarme Maschinen zu kaufen. Bestimmte besonders lärmarme Maschinen sind mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ gekennzeichnet. Ansonsten sollte nach Möglichkeit immer Rücksicht und Toleranz geübt werden, d.h. nicht gerade zur Mittagszeit den uralten Rasenmäher in Betrieb setzen, wenn man weiß, dass dies die Nachbarn stört.

Besondere Rücksicht sollte dann geübt werden, wenn in der Nachbarschaft ältere Leute bzw. Kleinkinder wohnen, die noch ihren Mittagsschlaf brauchen. Vielleicht muss auch nicht gleich „schweres Gerät“, wie z.B. ein Laubsauger benutzt werden, um das Laub vom Gehsteig zu entfernen. Hier tut es sicherlich auch der gute alte Besen. Umgekehrt sollte man aber auch nicht gleich nach Sanktionen rufen, wenn z.B. der Rasenmäher oder der Freischneider einmal ein paar Minuten vor oder nach der eigentlich zulässigen Zeit zum Einsatz kommt.