Die Geschichte des Stadtarchivs Zülpich lässt sich bis ins Jahr 1899 zurückverfolgen. In Dr. Armin Tilles Werk „Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz“ gibt er eine kurze Übersicht über die Bestände des Zülpicher Archivs.

1913 bis 1914 wurde dann durch Dr. Johannes Krudewig eine erste genaue Verzeichnung vorgenommen.

Die im Heimatmuseum gelagerten älteren –als wertvoll erachteten- Bestände konnten in den letzten Kriegstagen rechtzeitig im Tresorraum der Sparkasse Zülpich untergebracht werden und blieben weitestgehend von Zerstörungen verschont.

Nach Kriegsende wurden die Bestände zunächst durch Karl Kolter im wieder aufgebauten Heimatmuseum betreut, wonach Hubert Pesch die Arbeiten fortführte. 1951 konnten die Archivalien dann ins wieder aufgebaute Rathaus übernommen werden. Endgültig fand das Archiv seine Heimat im Keller des Rathausneubaus.

In einer so genannten Kompaktanlage ist nun eine fachgerechte Lagerung möglich. 1978 begann Artur Elicker mit einer kompletten Neuordnung und Verzeichnung aller vorhandenen Materialien. In den letzten beiden Jahren wurde begonnen, die Akten der Jahre 1972 – 1985 auszusortieren, zu verzeichnen und eine Ordnungskartei zu erstellen.

Diese Arbeit soll in den folgenden Jahren abgeschlossen und bis zum Bestand des Jahres 1990 ausgeweitet werden. In den letzten Jahren war es vordringliche Aufgabe der Archivsachbearbeiter, Anfragen von Rat, Verwaltung und Bürgern zu bearbeiten. Durch das stetig wachsende Geschichtsbewusstsein in der Bevölkerung sieht sich das Archiv einer steigenden Zahl von Anfragen aus der Bevölkerung gegenüber.

Diese umfassen die Erforschung der Vereinsgeschichten, die Erstellung von Familienchroniken bis hin zur Unterstützung von Studienarbeiten. Das Stadtarchiv bietet nach Vereinbarungen Führungen an für Vereine, Besuchergruppen des Rathauses und Schulklassen.
 
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