Die am Übergang der fruchtbaren Börde zur Nordeifel gelegene und klimatisch begünstigte Kleinstadt Zülpich kann auf eine 2000jährige, ereignisreiche Vergangenheit zurückblicken. Als römisches "Tolbiacum" war sie ein wichtiger Kreuzungspunkt der Fernstraßen von Köln nach Trier sowie von Bonn nach Aachen. Ihre schnurgerade Straßenführung ist teilweise heute noch im Stadtbild ablesbar. Die römischen Thermen Zülpichs gelten als besterhaltene nördlich der Alpen und bilden das Herzstück des neuen "Museums der Badekultur".


An der Wende zum Mittelalter soll auf der nahegelegenen Wollersheimer Heide die "Schlacht bei Zülpich" stattgefunden haben, bei welcher der Frankenkönig Chlodwig die Alemannen geschlagen und sich anschließend als erster Barbarenkönig zum katholischen Christentum bekehrt haben soll. In Paris, Chlodwigs späterer Hauptstadt, erinnert bis heute eine "Rue de Tolbiac" daran. Nach manchen Autoren sollen auch die Nibelungen hier beheimatet gewesen sein. Fest steht jedenfalls, dass im Mittelalter die mit Mauerring, Toren und Burg bewehrte Stadt heiß umkämpft zwischen konkurrierenden Landesherrn war.

Neben die lange prosperierende Landwirtschaft sind inzwischen auch Industrie- und Gewerbebetriebe getreten. Jedoch hat sich Zülpich innerhalb der alten Stadtmauern das Flair einer beschaulichen, geschichtsträchtigen Landstadt bewahrt. Trotz schwerster Zerstörungen durch Bombenangriffe im 2. Weltkrieg sind zahlreiche Bau- und Bodendenkmäler aus Antike und Mittelalter bis heute erhalten. So prägen das Stadtbild die Türme der mittelalterlichen Stadttore und der Landesburg ebenso wie der moderne Campanile von St. Peter oder der Museumsneubau auf dem Mühlenberg. Geschichtsträchtige Kirchen und Wasserburgen, Klöster und Mühlen finden sich auch in den zahlreichen Ortsteilen rings um die Kernstadt.

Mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten sowie den umfassenden Naherholungs- und Sportangeboten rund um die beiden stadtnah gelegenen Seen, Überbleibseln des Braunkohlenbergbaus, hat sich Zülpich zusehends zu einer touristischen Destination entwickelt. Geschäfte, Cafes und Gaststätten mit gepflegter Gastronomie sorgen für weitere Aufenthaltsqualität. In Anerkennung dessen wurde Zülpich damit betraut, die Landesgartenschau 2014 auszurichten. Das ehrgeizige Projekt gibt Ansporn, das vorhandene Potential weiter auszubauen.

Egal, ob Sie als Radtouristen, Wassersportler, Pferdeliebhaber oder Wanderer, auf den Spuren des römischen oder mittelalterlichen Erbes, der Nibelungen oder den Zeugnissen des Industriezeitalters nach Zülpich gefunden haben: Seien Sie herzlich willkommen in der Römerstadt!


Auf den Spuren der Geschichte: Stadtführungen mit Hans-Gerd Dick

Bei einem Spaziergang durch Zülpich lässt der städtische Kulturreferent die lange, ereignisreiche und spannende Geschichte der Bördestadt Revue passieren. Die Themenpalette reicht dabei von Zülpichs Rolle als antikem Verkehrsknotenpunkt und Zankapfel des Mittelalters bis hin zu Zerstörung und Wiederaufbau in der jüngsten Vergangenheit und zur Übernahme der Ausrichtung der NRW-Landesgartenschau 2014.

Die Mindestdauer für eine Stadtführung beträgt 1 Stunde. Führungen können zeitlich, örtlich und thematisch ausgeweitet werden, sich auf Anfrage etwa auch auf das Museum der Badekultur im Stadtzentrum, Burgen und Kirchen der Ortsteile oder die Relikte des Zülpicher Braunkohlenbergbaus u. ä. beziehen.

Der Tarif beträgt pauschal 60,00 Euro pro Gruppe (max. 25 Personen) pro Stunde, zuzüglich ggf. Eintritte (Museum der Badekultur). Termine können individuell vereinbart werden.

Kontakt: Hans-Gerd Dick (Kulturreferent)

Kontakt Tourismus

Montag bis Freitag: 8:30 – 12:30 Donnerstag: 14:00 - 17:30

Hans-Gerd Dick
Tel.: 02252/52212
Fax: 02252/52299
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