Mit dem Feststellungsbeschluss am 28.01.2016 hat der Rat der Stadt Zülpich das Verfahren zur 20. Änderung des Flächennutzungsplans „ Windkraftkonzentrationszonen“ vorbehaltlich der noch ausstehenden Genehmigung durch die Bezirksregierung abgeschlossen.
Neben der bereits bestehenden Konzentrationszone östlich von Mülheim-Wichterich stellt der Flächennutzungsplan der Stadt Zülpich jetzt eine weitere Zone dar, die am südöstlichen Rand des Stadtgebietes an der Autobahn 1 östlich der Ortschaft Enzen liegt und eine Gesamtgröße von 34,4 ha aufweist (siehe Lageplan).

Zur Ermittlung eines geeigneten Windkraftbetreibers für die o.g. im beiliegenden Lageplan dargestellte Windkraftkonzentrationszone Nr. 1 führt die Stadt Zülpich ein Interessenbekundungsverfahren durch.

Nach Durchführung der Interessenbekundung (Veröffentlichung auch im Amtsblatt der Stadt Zülpich vom 11.03.2016) wird im Anschluss daran das eigentliche Bieterverfahren durchgeführt, bei dem die Zahl der Bewerber, die differenzierte Angebote unterbreiten, beschränkt werden soll.

Falls Sie als Windkraftbetreiber Interesse haben sollten, einen Windpark in der o.g. Konzentrationszone zu errichten, darf ich Sie bitten, bis zum 27.03.2016 Ihr Interesse bei der Stadtverwaltung Zülpich, Team 404, z. Hd. Herrn Hartmann, Markt 21 in 53909 Zülpich schriftlich anzumelden.

Folgende Anforderungen an Ihre Bewerbung als Windkraftbetreiber werden gestellt:

Es sollte ein erstes Konzept erstellt werden, welches die Anzahl, Standorte, Höhen und Typen der in der Zone maximal möglichen Windkraftanlagen enthält.
Außerdem sollte im Angebot eine Angabe über das System der Verteilung und der möglichen Höhe der Pachtzahlungen pro Jahr an die beteiligten Grundstückseigentümer enthalten sein.
Evt. sollte auch interessierten Bürgern die Möglichkeit geboten werden, Anteile an Windkraftanlagen zu erwerben (tlw. Bürgerwindpark).

Die Fläche liegt in einem Bereich mit Windgeschwindigkeiten von 5,75 -6,00 m/s gemessen in 100 m Höhe, was für den Bereich Zülpich eine günstige Windhöffigkeit darstellt.
Die in der Zone enthaltene städtische Parzelle 52 diente bisher als ökologische Ausgleichsfläche und ist teilweise aufgeforstet worden.
Im Bereich der vorhandenen Aufforstung dürfen keine Windkraftanlagen aufgestellt werden.
(Verbotsfläche siehe beiliegendes Luftbild).

Zur Konkretisierung der Planung ist seitens der Stadt die Aufstellung eines Bebauungsplanes vorgesehen; der Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren soll voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Tourismus und Demografie erfolgen.

Weitere Details zur genannten Fläche (Einspeisungsmöglichkeiten, Randbedingungen etc..) können dem beiliegenden Auszug aus der Begründung zur 20. FNP-Änderung entnommen werden.

Die Eigentumsverhältnisse in der Zone stellen sich wie folgt dar:
Die größte Parzelle (Nr. 52) befindet sich im Eigentum der Stadt Zülpich. Die übrigen Parzellen befinden sich im Eigentum von fünf weiteren Privateigentümern (bzw. kath. Kirche).

Der Betreiber muss dazu bereit sein, die der Stadt bereits durch das FNP-Verfahren entstandenen und durch das noch anstehende Bebauungsplanverfahren noch entstehenden Planungskosten (einschl. erforderlicher Gutachten) zu übernehmen.

im Auftrag
gez. C. Hartmann
Teamleiter 404
Stadt Zülpich

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