Keiner präventiven Kontrolle durch ein Genehmigungsverfahren bedürfen Bauvorhaben von geringer Bedeutung und von geringem Gefahrenpotenzial.

Sie unterliegen somit auch nicht dem Erfordernis von Bauzustandsbesichtigungen nach deren Durchführung. Hierzu gehören z. B. Gartenhäuser, Einfriedigungen, Stellplätze, bauliche Anlagen zur Garten- und Freizeitgestaltung; die Aufzählung kann nicht abschließend sein.

Im § 62 BauO NRW 2018 sind die baulichen Anlagen und Einrichtungen aufgeführt, deren Errichtung oder Änderung keiner Baugenehmigung bedürfen.

Diese Genehmigungsfreiheit entbindet hingegen nicht von der Verpflichtung zur Einholung evtl. Genehmigungen oder Erlaubnisse nach anderen Vorschriften, z. B. nach dem Denkmalschutzgesetz NRW. Zu beachten sind in diesem Zusammenhang auch örtliche Bauvorschriften, Festsetzungen eines Bebauungsplanes, aber auch Vorschriften, die dem Nachbarschutz zu dienen bestimmt sind (§ 52 BauO NRW 2018).

Genehmigungsfreie Anlagen

Nicht nur die oben genannten baulichen Vorhaben sind von der Genehmigungspflicht freigestellt, sondern gemäß § 62 BauO NRW 2018 auch die Errichtung oder die Änderung von haustechnischen Anlagen wie z. B. Heizungs-, Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen.
Die Bauherrin oder der Bauherr muss sich jedoch vor der Benutzung der errichteten oder geänderten haustechnischen Anlage von der Unternehmerin oder dem Unternehmer oder von einer Sachverständigen oder einem Sachverständigen, bescheinigen lassen, dass die Anlage den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht.
Insofern empfehlen wir Ihnen, auch in solchen Fällen die Beratung bei der Bauverwaltung im Rathaus der Stadt Zülpich, Zimmer 219, zu suchen!!

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