Mit der Einführung der neuen Landesbauordnung NRW 2018, die am 01.01.2019 in Kraft trat, wurde das „Vereinfachte Genehmigungsverfahren“ in das „Einfache Baugenehmigungsverfahren“ umbenannt.
In diesem Verfahren beschränkt sich der behördliche Prüfumfang auf die Einhaltung bauplanungsrechtlicher Vorschriften und wesentlicher Sachverhalte des Bauordnungsrechtes, z. B. auf Regelungen, die sich insbesondere beziehen auf die Zuwegung zum Antragsgrundstück, die Wasserversorgung/Abwasserbeseitigung, die Einhaltung der Abstandflächen, den Nachweis und die Anordnung notwendiger Stellplätze auf dem Antragsgrundstück sowie baugestalterischer Belange.

Insofern obliegt dem in der Regel zu beauftragenden bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser (z. B. dem Architekten) eine besondere Verantwortung hinsichtlich der Beachtung und Einhaltung der bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Vorschriften

Das „Einfache Baugenehmigungsverfahren“ findet Anwendung bei der Errichtung oder Änderung von allen Gebäuden und Anlagen die keine großen Sonderbauten oder gem. §62 genehmigungsfreie Bauvorhaben sind. Ebenso bedarf es keinem Einfachen Baugenehmigungsverfahren bei Bauvorhaben die in der Genehmigungsfreistellung gem. § 63 BauO NRW 2018 durchgeführt werden können.
Wie unter der Rubrik Genehmigungsfreistellung genannt hat der Bauherr bei Bauvorhaben der Genehmigungsfreistellung die Wahl auch ein Einfaches Baugenehmigungsverfahren durchführen zu lassen.

Datenschutzhinweis