Die Zülpicher Börde zählt zu den burgenreichsten Gegenden Europas.

Burg Langendorf
Nahezu jedes Dorf in der Region hatte einmal eine Burg, einen Herrensitz oder adeligen Hof. Die in der Börde im Mittelalter verbreitete Mehrherrigkeit führte dazu, dass manche Örtlichkeit sogar über mehr als eine Burg verfügte. So sind etwa auch für das Zülpicher Stadtgebiet fast dreißig solcher befestigter Adelssitze urkundlich nachweisbar.








Haus Dürffenthal
Die Ursache für diese Burgendichte liegt in den Begehrlichkeiten, die der gute, durch Römerstraßen erschlossene Boden bei den beiden großen Konkurrenten in der Region weckte. Erbittert rangen die Grafen und späteren Herzöge von Jülich mit den Kölner Erzbischöfen um den Besitz von Anbauflächen und Ortschaften. Zwar endeten jahrhundertelange Auseinandersetzungen der beiden Territorialherren um den Besitz der Stadt Zülpich schließlich mit einem Sieg der Kölner Erzbischöfe.














Irnich
Der von den Jülichern zeitgleich betriebene Ausbau eines regelrechten Burgengürtels in der Region (Gülichsburg Zülpich-Schwerfen) verhinderte jedoch dauerhaft eine Besitznahme des umliegenden Gebietes. Daran konnten auch konkurrierende Bauten Kölner Gefolgsleute (Burg Mülheim, Zülpich-Mülheim) nichts mehr ändern.








Lauvenburg

Noch heute bestimmen schmuckvolle Bauten von privaten Besitzern aufwendig instandgehalten, das Bild der Zülpicher Ortsteile (Burg Langendorf, Lauvenburg Nemmenich).

Hierzu wurde ein umfangreiches Radwanderwegenetz ausgearbeitet, welches zu interessanten Touren einlädt.

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