Die Kirche zu Dürscheven wird zum erstenmal in der Urkunde genannt, womit Erzbischof Philipp von Köln im Jahre 1182 die Schenkung eines freien Gutes in Dürscheven nebst Teile des Patronates daselbst an das Stift Münstereifel bekundet...

Es übertrugen hiernach 1182 der Domstiftsdekan Canonicus Herimannus und dessen Bruder Canonicus Arnoldus in Übereinstimmung mit ihrem Bruder Rudolfus Vogt an die Stiftskirche zu Münstereifel ein Allodium in Scheven, bestehend aus einer Mühle mit Wiese und Ackerland sowie dem Patronatsrecht zu Scheven.

Dürscheven war also längst schon eine Pfarre, als die in der Urkunde genannten Besitzer des Allodiums ihr Patronatsrecht an das Stift in Münstereifel verschenkten. Von da an war der Stiftungsdekan zu Münstereifel der eigentliche Pfarrer, und die in Dürscheven die Seelsorge ausübenden Geistlichen hießen Vice curati; sie wurden vom Stift ernannt und dann von dem bischöflichen Offizialat in Bonn bestätigt.

Die ältesten Bauteile der Kirche gehören dem 12. Jh. an. Zu Anfang des 16. Jh. wurde ein zweischiffiger Bruchsteinbau mit dreiseitig geschlossenem Chor errichtet. Die Kirche St. Gereon besitzt ein Oelgemälde auf Holz, die Krönung Mariä darstellend, im Halbkreis geschlossen 70 cm breit und 96 cm hoch.

Die sehr jugendliche Gottesmutter in einem großen blauen Mantel, mit kindlichem Gesichtsausdruck, kniet in der Mitte, zur Rechten tritt Christus, von etwas schmächtiger Figur, mit einem roten Mantel bekleidet heran, zur Linken thront Gott Vater mit der Weltkugel. Oben auf gelbrotem Grund erblickt man die Taube und musizierende Engelsfigürchen.

Ein gutes Bild in warmen Farben von einem Kölner Meister zu Beginn des 16. Jh.

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