Pfarrkirche St. Kunibert; Die Apsis des 1899 niedergelegten Baues aus der Zeit um 1200 ist das älteste Zeugnis für das Bestehen einer Kirche in Enzen. In einer Urkunde des Jahres 1366 wird bereits ein Johann von Vinstingen als Pfarrer von Enzen genannt.
 

Nach der Zerstörung der Kirche im Religionskriege 1647 wurde das Langhaus gebaut. Der Turm, von dem 1830 noch die gewölbte Turmhalle stand, wurde nicht wieder aufgebaut.Die “Designatio pastoratum” von 1676 nennt Enzen nur als Filialkirche von St. Peter in Zülpich, ab dem 16. Jh. von Wißkirchen; die Kirche wurde erst 1806 zur selbständigen Pfarrkirche erhoben. Von der alten Kirche ist heute nur noch der ehemalige Altarraum erhalten, welcher vermutlich aus dem letzten Drittel des 11. Jahrhunderts stammt. Die nach der Zerstörung von 1647 wieder aufgebaute Kirche wurde 1898 bis auf die Apsis abgerissen.

Im Jahr 1902 entstand eine dreijochige neugotische Backsteinsaalkirche mit verschiefertem Dach.

Kloster Antonigartzem
Dicht bei der Stammburg der Stifterfamilie Gertzem richtete Ritter Emmerich 1352 eine Antoniuskapelle mit kleiner Nonnenklausnerei ein. Das Kloster Antonigartzem wurde 1474 mit Franziskanermönchen und später mit Augustinernonnen besetzt, bevor es 1642 zerstört wurde. Nach dem Wiederaufbau 1681 wurde das Kloster 1801 säkularisiert und fortan landwirtschaftlich genutzt.

Die vierflügelige Anlage umschließt einen Innenhof, wobei Süd- und Westseite heute von einem Wassergraben umgeben sind. Die Wände sind aus ursprünglich verputztem Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung oder bei späteren Bauteilen aus Fachwerk. Nur noch einige Bögen über Türen und Fenstern weisen auf die ehemalige Nutzung als Kloster hin.

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