Kulturhistorisch und entwicklungsgeschichtlich steht Geich, ein wirtschaftlicher Schwerpunkt am südlichen Rande des rheinischen Tieflandes eigentlich zu Unrecht im Schatten seines Bruderdorfes Füssenich, mit dem es neben der gemeinsamen Pfarre und dem geschlossenen Ortsbild auch durch viele kommunale und vereinsmäßige Bindungen vereint ist.

 

Die gallische Vorvergangenheit des Ortes, dessen Name auf das keltisch-römischeGalacum zurückgeht, vor allem aber die vielen Funde aus der Römerzeit, in der Geich, am Schnittpunkt mehrerer Römerstraßen gelegen, eine Rolle spielte, unterstreichen die siedlungsgeschichtliche Bedeutung des Dorfes für das ganze Neffeltalgebiet. Eingebettet in die fruchtbare Lößlandschaft der Zülpicher Börde,war die Landwirtschaft seit eh und je eine wichtige Erwerbsquelle der heute rd. 900 Einwohner. So gab es noch nach dem 2. Weltkrieg 50 Milchlieferanten an die Molkerei in Zülpich. Die Landwirtschaft bestimmte bis weit in die 60er Jahre das Bild des Dorfes, dem allerdings der moderne Braunkohletagebau in den Jahren 1954-1968 in zunehmendem Maße zukunftsträchtige Züge verliehen hat. Die ausgedehnten Braunkohlenlager aus der Tertiärzeit, die den Übergang des Eifelvorlandes zur fruchtbaren Börde markieren, waren die Grundlage für eine einträgliche Brikettproduktion und ein Kraftwerk, die den Ort in diesen Jahren an die Spitze der sog. steuerstarken Gemeinden im Kreis Düren brachte. Inzwischen haben auf dieser Fläche ein Autologistikunternehmen und einige kleinere Gewerbebetriebe Platz gefunden.

Bei der Neugliederung der Gemeinden wurde Geich 1969 mit Füssenich und Juntersdorf zu einer Gemeinde zusammengefaßt, und diese wurde 1972 Zülpich und somit dem Kreis Euskirchen zugeordnet.
 
Eine reichbebilderte und detaillierte Chronik des Doppeldorfes Füssenich-Geich bis zur kommunalen Neugliederung 1972 finden Sie auf der privaten Homepage http://www.justizclub-dueren.de/Der-Autor-und-seine-Heimat

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