Der Ursprung und die älteste Geschichte liegt im dunkeln. Erstmalig taucht die Bezeichnung “Sueruene” in einem Schriftstück auf in dem die Zeugen Folcolt und Gottfried von Sueruene genannt werden
 
1147 heißt der Ort Sueruene, 1166 dann Sueruena und 1543 Swerven. Mehrere adelige Familien waren in Schwerfen begütert. Die Ältesten hießen einfach "von Schwerfen". Die Historiker gehen davon aus, daß die damalige Gülichsburg der Stammsitz derer von Schwerfen war. Dieses Baudenkmal spielt in der Geschichte von Schwerfen eine entscheidende Rolle. Ursprünglich als Burgfeste gebaut, bewährt mit einem Wassergraben. Der älteste, noch erhaltene Teil der Burg ist Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut worden. Ein schönes mehrgeschossiges Bauwerk mit steilem Satteldach und einem breiten Kamin. Im Jahre 1638 erwirbt ein Junker, Engelbert von Gülich aus Berg bei Floisdorf, die Anlage. Damit entstand der Name Gülichsburg. Der kurze Abriß der Schwerfener Geschichte könnte durch weitere interessante Baudenkmäler, Irnicher Hof, Hof zu Virnich, Rittersitz Virnich, Fronhof und nicht zuletzt durch die Kirche von Schwerfen erweitert werden. Schwerfen, ein Dorf, sprichwörtlich am Fuße der Eifel. Mit derzeit 1336 Einwohnern der größte Stadtteil von Zülpich.

Buntgewürfeltes aus der Geschichte

Der Herr der Gülichsburg, Junker Heinrich Grützgen von Schwerfen, opferte im Jahre 1520 sein Streitroß und seine Waffen für den Altar im Kloster Maria Wald bei Heimbach. Er starb am 15. September desselben Jahres und wurde auf dem Klosterfriedhof beerdigt. Vier Mordbuben überfielen am 07. September des Jahres 1737 gegen Abend auf dem sogenannten Wichtericher Weg von Oberelvenich nach Zülpich in der Nähe des Lüssemer Kreuzes den Pastor Anton Hoedt von Schwerfen und misshandelten ihn dermaßen mit groben Holzstücken, dass das Blut in der tödlichen Wunde am Haupt nicht gestillt werden konnte; er kam zwar mit dem Leben davon, starb aber zwei Jahre danach an den Folgen der Verletzungen. Der Bau der Kirche (1891 - 1893) kostete damals 53.000,- DM, wobei ein erheblicher Teil (20.000,- DM) das Geschenk eines Ungenannten war. Am Weihnachtsmorgen des Jahres 1892 wurde die komplette Kirchenkollekte in Höhe von 7.500,- DM aus dem Pfarrhause gestohlen.

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