Das Juntersdorfer Wappen entspricht dem Wappen des Balduin von Harff zu Juntersdorf und seiner Gemahlin Maria Isabella von Bock. Dieses Wappen ist in einem Sandsteinrelief von 1628 an der Burg und auf einem Gemälde am Hochaltar der Juntersdorfer Gertrudiskirche zu finden.
 

Das Juntersdorfer Wappen ist geteilt und auf dem Schildhaupt bis zur Balkenstelle in vier gleich breite Streifen unterteilt. Der Schildfuß zeigt einen Spaten und einen Bischofsstab miteinander gekreuzt. 

 


Landschaft und Geschichte

Juntersdorf liegt zwischen Euskirchen und Düren, am Rande der Zülpicher Börde. Es liegt auf dem südlichen Rand der Rurscholle. Die Schollen- und Bruchzonen sind von tertiären und jüngeren Sedimenten, Tone, Sande und Kiese bedeckt, in denen Braunkohleflöze eingelagert sind. Diese Terrassenebenen werden von einer Lößschicht überlagert. Juntersdorf liegt inmitten eines Landschaftsschutzgebietes. Neuerrichtete Naturschutzgebiete stoßen direkt an das Dorf. Dies wird sicher verhindern, daß der Ort weit verzweigt zersiedelt wird. Der Ort war früher von einem Obstwiesengürtel umgeben, der heute teilweise noch erhalten ist.


Die Kirche, die sich aus der Kapelle einer alten merowingischen Hofanlage, die in der Nähe auf der Anhöhe gelegen haben muß, entwickelt hat, ragt über den Ort empor. Der alte Ortskern dieses ehemaligen Einwegedorfes, bebaut zwischen Kircheund Burg, fügt sich gut in die Landschaft ein. Die Franken, namentlich Ritter Gunthar, verlegten die Burg an die heutige strategisch günstigere Stelle, wo sie von Wassergräben geschützt werden konnte. Die Wassergräben wurden von einem kleinen Seitenbach versorgt, während die Mühle am Ortseingang von einem abgezweigten Mühlengraben des Neffelbaches angetrieben wurde.


Der Ortsname stammt wohl aus der Zeit der ersten Franken (Ritter Gunthar). Bis ins 19. Jh. war die Schreibweise "Guntersdorf" üblich. Bereits im 13. Jh. gab es einen Ortsadel, der noch im 15. Jh. hier begütert war. Das Jülicher Lehen "Burg Juntersdorf" wurde landtagsfähiger Rittersitz, im 19. Jh. zum Landtag berechtigtes preußisches Rittergut.


Die Geschichte der Braunkohleförderung geht bis ins Jahr 1830 zurück. Die Bevölkerung arbeitete nicht mehr vorwiegend in der Landwirtschaft, sondern im Kohleabbau. Eine eigene Braunkohlegesellschaft Juntersdorf wurde gegründet, stellte aber vor dem 2. Weltkrieg ihre Tätigkeit ein. Von der Grube Astrea hat die untere Dorfstraße ihren Namen. Von 1953 bis 1964 wurde ein Bauverbot verhängt, weil eine neue Förderung von Kohle zwischen Zülpich, Füssenich und Juntersdorf aufgenommen wurde.


Juntersdorf war bis zur Neugliederung eine eigenständige Gemeinde im Kreis Düren im Regierungsbezirk Aachen. Am 01.01.72 wurde es eingemeindet in die Großgemeinde Zülpich. Die öffentliche Anbindung an den Verkehr ist leider nicht befriedigend. Der Schienenverkehr, der früher zwischen Embken und Zülpich rege verkehrte, wurde durch die Braunkohleförderung zwischen Juntersdorf und Füssenich eingestellt. Der alte Bahnhof unseres Ortes brannte Ende der 60er Jahre nieder.

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