Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus und Demografie der Stadt Zülpich hat in seiner Sitzung am 28.05.2020 den Beschluss zur erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 a Abs. 3 Satz 2 i. Verb. m. §§ 3 Abs. 2 u. 4 Abs. 2 BauGB zum Bebauungsplan Nr. 24/4 Rövenich „Lammerweg“ gefasst.

Die Verwaltung wurde beauftragt, für den Entwurf des o.g. Bebauungsplans die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durchzuführen.

 

Der Entwurf des o.g. Bebauungsplans mit Begründung und artenschutzrechtlicher Prüfung sowie die wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen werden in der Zeit von

 

Montag, den 22.06.2020
bis einschl. Mittwoch, den 22.07.2020

im Rathaus der Stadt Zülpich, Markt 21, II. OG, Zimmer 210 während der Dienststunden

Montag bis Donnerstag 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr
sowie 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Freitag 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr
und zusätzlich Donnerstag 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr
ausgelegt.

Der Geltungsbereich des o.g. Bebauungsplans kann dem beiliegenden Lageplan entnommen werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen während der Auslegungsfrist abgegeben werden können. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben. Außerdem können Anregungen nur zu den geänderten Inhalten abgegeben werden.

 

Ziel der Bebauungsplanung:

Aufgrund erhöhter Nachfrage nach Baugrundstücken im Ortsteil Rövenich soll am östlichen Ortsrand ein ca. 1,6 ha großes Wohngebiet zur Deckung des Eigenbedarfs entwickelt werden. Geplant ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung von ca. 20 bis 25 Einfamilienhäusern zu schaffen. In Rövenich bestehen derzeit keine verfügbaren Baulandreserven mehr.

 

Es sind folgende Arten umweltbezogener Informationen verfügbar:

In den Stellungnahmen, die die Bürger und die Träger öffentlicher Belange im Rahmen der Beteiligung gem. §§ 3 Abs. 2 und 4 Abs. 2 BauGB abgegeben haben und in der Artenschutzprüfung (Stufe I) werden folgende Auswirkungen des Bebauungsplans auf die verschiedenen Schutzgüter genannt:
Schutzgut Mensch und menschliche Gesundheit: aktive oder passive Schutzmaßnahmen gegen Verkehrsimmissionen, Lärmreflexionen, lockere dörfliche Baustruktur, Einpassung in Orts- und Landschaftsbild, einheitliches Erscheinungsbild des Neubaugebietes, Lebens- und Wohnqualität.
Schutzgut Tiere und Pflanzen sowie biologische Vitalität: Ermittlung prüfrelevanter Arten, planungsrelevante Arten, artenschutzrechtliche Verbotstatbestände gem. § 44 BNatSchG, Vermeidungs- oder Verminderungsmaßnahmen, Potenzialeinschätzung, Einbeziehung verbreiteter Vogelarten, Vorgartenbegrünung, Artenvielfalt, Insektensterben, Veränderung von Lebensräumen, Lärmimmissionen durch Bautätigkeiten, visuelle Störwirkungen, Vorbelastungen, Nutzung zur Erholung, Eingriffe in Vegetation, Tötungsrisiko, Beeinträchtigung von Verbundbeziehungen, Trennung von Brut- und Nahrungsräumen, Informationssystem der Naturschutzverwaltung, Siedlungsrandlage, potenzielle Brutvogelarten, Gastvögel, essenzieller Nahrungsraum, Säugetier- und Amphibienarten, Jagdhabitat für Fledermäuse, kein Feldhamstervorkommen, eingeschränkte Lebensraumausstattung.
Schutzgut Boden: intensive landwirtschaftliche Nutzung, Intensivacker, Eintrag von Nährstoffen, Inanspruchnahme von Boden, Altlastenkataster, schutzwürdige Böden, tektonische Störzone, Baugrundgutachten, Erdbebenzone, geologische Untergrundklasse, DIN 4149:2005, Berücksichtigung Bedeutungskategorien Bauwerke, Schluff, Vettweißer Sprung 2, auf Braunkohle verliehenes Bergwerksfeld, bergbauliche Einwirkungen, Bodenbewegungen, Schäden an der Tagesoberfläche, Konflikte Bodendenkmalschutz, Meldepflicht u. Veränderungsverbot bei archäologischen Bodenfunden.
Schutzgut Fläche: Flächenbeanspruchung, Flächenbegrenzung, unverplanter Freiraum, Schutzgut Wasser: Versickerung des Regenwassers, fehlende Gewässer im Plangebiet, Abwasserplanung, Wasserschutzgebiet, flurnahe Grundwasserstände, Wasserschutzgebiet Wasserwerk Oberelvenich, Entwässerung im Trenn-oder Mischsystem, Verringerung der Gewässerbelastung, versickerungsfördernde Maßnahmen, Regenwassersammlung, ortsnahe Versickerung aus BWK-M3/M7-Sicht, Systemüberlastung, durch Sümpfungsmaßnahmen des Braunkohlenbergbaus bedingte Grundwasserabsenkungen, Grundwasserwiederanstieg.
Schutzgut Luft/Klima, Schutzgut Kultur und Sachgüter, Wechselwirkung zwischen den Schutzgütern.

Hinweise:
Sämtliche o. g. Gutachten und die Stellungnahmen aus der Offenlage können während der erneuten Offenlage im Rathaus eingesehen werden. Aufgrund der besonderen Corona - Lage ist vor der Einsichtnahme die Vereinbarung eines Termins erforderlich (H. Mohr. Tel. 02252/52234, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).
Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, die Unterlagen im Internet einzusehen unter Stadt Zülpich/Startseite/Bekanntmachungen.
Gemäß § 3 Abs. 3 BauGB wird darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Abs. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 des Umweltrechts-behelfsgesetzes mit alle Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Stellungnahmen können schriftlich, zur Niederschrift oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) vorgebracht werden.

Nach dem Satzungsbeschluss durch den Stadtrat erhalten die Einwender eine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung ihrer Stellungnahmen.

Zur Beteiligung an der Bauleitplanung lade ich Sie herzlich ein.

Stadt Zülpich, den 29.05.2020

 

Ulf Hürtgen
Bürgermeister

Datenschutzhinweis