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Das LEADER-Projekt BUNT hat jetzt, gemeinsam mit der Stadt, der evangelischen und katholischen Kirche und dem Runden Tisch Flüchtlingshilfe Zülpich sowie der „Aktion Neue Nachbarn“ der Caritas Euskirchen, erstmals eine zweitägige Schulung für Geflüchtete und Neuzugewanderte mit Bleibeperspektive in der Römerstadt angeboten, die bei der Suche nach einer eigenen Wohnung helfen soll.

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 Caritas-Mitarbeiter Peter Müller-Gewiss (r.) und BUNT-Fachkraft Lydia Honecker (nicht im Bild) hatten Themen und Informationen aufbereitet, die für Geflüchtete bei der Wohnungssuche hilfreich sein können. Foto: Caritas | Carsten Düppengießer

Rund 25 Männer und Frauen mit Fluchthintergrund waren der Einladung zum „Mieterführerschein“ in die Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche gefolgt. BUNT-Fachkraft Lydia Honecker und Caritas-Mitarbeiter Peter Müller-Gewiss von der „Aktion Neue Nachbarn“ hatten Themen und Informationen aufbereitet, die für Geflüchtete hilfreich bei der Wohnungssuche sein können. Unterstützt wurden sie dabei durch Annette Jülich-Meiser von der Stadtverwaltung. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen übernommen. Die Stadt Zülpich hatte auch die Einladung der Geflüchteten übernommen und die Räume der Bürgerbegegnungsstätte zur Verfügung gestellt.

„Neben Spracherwerb und Job- beziehungsweise Ausbildungsplatzsuche ist die eigene Wohnung ein weiterer wichtiger Baustein für die gelingende Integration“, so Honecker. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung und den Kooperationspartnern des LEADER-Projektes wurde klar, dass hier ein Bedarf besteht. „BUNT will Menschen in der Stadt Zülpich unter anderem dabei unterstützen, hier heimisch zu werden“, erklärt Honecker.

„Wir wollten bewusst ein breites Spektrum an Themen abdecken - angefangen bei der Erklärung der Abkürzungen in Wohnungsanzeigen, dem richtigen Lesen und Verstehen von Mietverträgen und Nebenkostenabrechnungen, den Unterstützungsmöglichkeiten für Leistungsbezieher bis hin zu Hausordnung, Ruhezeiten und Mülltrennung“, betont Müller-Gewiss.

„Um den Teilnehmenden das Verstehen zu erleichtern und damit sie das Gehörte selbständig weiter praktisch nutzen können, haben wir eigens Arbeitsmappen zusammengestellt, mit Informations- und Arbeitsblättern in leicht verständlicher Sprache“, erläutert Honecker. Sie war es auch, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Müller-Gewiss die beiden Termine gestaltete. Während ihres Vortrags ließen die beiden immer wieder Raum für Nachfragen und banden die Anwesenden mit kleinen Rollenspielen und Aufgaben mit ein. Ergänzt wurde die Schulung um Aspekte, wie etwa den richtigen Umgang mit Energie und Energiekosten.

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Rund 25 Männer und Frauen mit Fluchthintergrund waren der Einladung zum Mieterführerschein in die Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche gefolgt. Foto: Caritas | Carsten Düppengießer

Zum Abschluss erhielt jeder Teilnehmer ein Zertifikat über den erworbenen „Mieterführerschein“. „Das Zertifikat kann den Bewerbungsunterlagen für eine Wohnung beigegeben werden. Wir erhoffen uns davon, dass es hilft, mögliche Vorbehalte und Verunsicherungen bei potenziellen Vermietern abzubauen“, so Honecker. Man sei sich bewusst, dass man hier nur unterstützend tätig sein könne. „In Deutschland fehlen aktuell, nach Angaben des Deutschen Caritasverbandes, rund 1 Million Wohnungen. Wohnungen vermieten oder bauen können wir nicht, aber jeder Schritt hilft.“

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