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• Land und Bund fördern Umgestaltung des Schulcampus mit 1,9 Millionen Euro
• Bundesbauministerium wählt das Projekt als Best-Practice-Beispiel aus

Der Zülpicher Schulcampus wird sich in den kommenden Monaten und Jahren maßgeblich verändern. Das Areal für die Schülerinnen und Schüler wird nicht nur größer, die Pausenbereiche von Franken-Gymnasium, Karl-von-Lutzenberger-Realschule und Gemeinschaftshauptschule werden auch weiter zusammenwachsen. Nachdem die vorbereitenden Arbeiten zur Umgestaltung des Schulcampus mittlerweile begonnen haben, konnte Bürgermeister Ulf Hürtgen nun am Montag, 10. Februar 2020 zusammen mit den beteiligten Partnern sowie Vertretern der Schulen den offiziellen ersten Spatenstich durchführen.

200210 Schulcampus Spatenstich1

Nahmen im Beisein zahlreicher Vertreter von Rat, Schulen und Verwaltung den ersten Spatenstich zur Umgestaltung des Schulcampus Zülpich vor (mit Spaten v.l.): Beigeordneter Ottmar Voigt (Stadt Zülpich), Claas Scheele (RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten), Schulleiterin Ursula Pielen (Gemeinschaftshauptschule), Bürgermeister Ulf Hürtgen, Schulleiter Joachim P. Beilharz (Franken-Gymnasium), Timm Fischer (Vorsitzender Ausschuss für Schulen, Soziales, Sport und Kultur), Frank Weindorf (Weindorf Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau GmbH) und Schulleiterin Raphaela Kehren (Karl-von-Lutzenberger-Realschule). Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

Bürgermeister Ulf Hürtgen: „Durch die Umgestaltung des Schulcampus werden unsere Schulen weiter zusammenwachsen. Hier wird eine grüne Mitte entstehen, die unseren Schülerinnen und Schülern attraktive Zonen für ihre Pausen und Freistunden bietet. Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht.“

Der neue Schulcampus wurde komplett offen und durchlässig sowie ohne Begrenzung zur benach-barten Wohnbebauung konzipiert. Er soll damit auch die Funktion eines öffentlichen Quartiersplatzes erfüllen. Herzstück wird ein offener Grünbereich mit einem Amphitheater aus Blockstufen, das auch als grünes Klassenzimmer dienen soll. Dieser zentrale Bereich liegt zwischen Gymnasium und Realschule sowie dem neuen Jugendzentrum „Sajus“, das in Kürze einen bereits errichteten Neubau beziehen wird. Dort sollen Bäume für Schatten sorgen und Liegebänke aus wellenförmigem Beton die Kinder und Jugendlichen zum Entspannen und zur Kommunikation einladen. Daran angrenzend wird ein Schulgarten platziert.

Zentrale Themen des Gestaltungskonzeptes sind Sport, Spiel und Kommunikation. Es werden Sportfelder für Basketball, Volleyball und Tischtennis angelegt, und durch die Neugestaltung der Schulfläche hinter der Realschule wird ein neues Sportband mit Rasen- und Kleinspielfeldern erschlossen. Für die jüngeren Schülerinnen und Schüler sind zudem Spielgeräte und Gerüste zum Klettern und Balancieren geplant. Für das gesamte Gelände wurde außerdem ein neues Beleuchtungskonzept mit Leuchten und Laternen entwickelt. Und nicht zuletzt ist auch der Rückbau der Blayer Straße im Bereich zwischen Gymnasium und Realschule ein wichtiger Bestandteil der Neugestaltung des Schulcampus.

Rund 2,8 Millionen Euro an Kosten wurden für den neuen Schulcampus veranschlagt. Aus dem Topf des Städtebauförderprogramms „Zukunft Stadtgrün“ wird die Maßnahme mit rund 1,9 Millionen Euro von Bund und Land gefördert. Das Bundesbauministerium hat das Projekt neben sechs weiteren aus ganz Deutschland als Best-Practice-Beispiel für die Schaffung einer grünen und sozialen Infrastruktur ausgewählt.

Im ersten Schritt wurden an der Vorderseite von Franken-Gymnasium und Gemeinschaftshauptschule - also am Keltenweg - bereits die bestehenden Oberflächen und Aufbauten (Asphalt, Pflaster, Zäune, etc.) der Schulhöfe und Grünanlagen abgetragen. Etwa ab Anfang März werden dort die einzelnen neuen Pflasterflächen angelegt sowie Bepflanzungen durchgeführt und neue Aufbauten - Spiel-/Klettergeräte, Sitzmäuerchen, Laternen, Mülleimer, etc. - installiert. Zusätzlich sind in diesem Bereich auch noch Kanalsanierungen an maroden Leitungen durchzuführen.

Anschließend, etwa ab den Osterferien, sind ähnliche Maßnahmen im hinteren Bereich zwischen Hauptschule und Gymnasium geplant. Mit der Fertigstellung wird etwa am Ende der Sommerferien gerechnet. Damit wäre zugleich der erste Bauabschnitt des Projektes „Neuer Schulcampus“ beendet.

Während des zweiten Bauabschnitts sollen dann der gesamte rückwärtige Bereich von Gymnasium und Hauptschule sowie die Fläche vor der Realschule inklusive des Rückbaus der Blayer Straße folgen. Voraussichtlich im Juli 2021 soll die gesamte Umgestaltungsmaßnahme abgeschlossen sein.

Bürgermeister Ulf Hürtgen ist sich sicher: „Der neue Schulcampus ist ein Quantensprung für Zülpich. Er wird erheblich zur Attraktivierung unseres Schulstandortes beitragen.“

200210 Schulcampus Spatenstich2

Bürgermeister Ulf Hürtgen (r.) und Projektleiter Claas Scheele (RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten) stellten das Projekt „Neuer Schulcampus“ vor, das vom Bundesbauministerium neben sechs weiteren aus ganz Deutschland als Best-Practice-Beispiel für die Schaffung einer grünen und sozialen Infrastruktur ausgewählt wurde.               Foto: Stadt Zülpich / Torsten Beulen

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