Am Ende des 2. Weltkriegs lag Zülpich in Trümmern, auch die alte Peterskirche, die als einzige während der Säkularisation erhalten geblieben war, fiel den Bomben zum Opfer.
Seitdem ist die unter der modernen Kirche St. Peter verborgene Krypta aus dem 11. Jahrhundert der Ort, wo die wechselvolle Geschichte der Stadt am eindringlichsten zu spüren ist.

Der Braunkohlebergbau, der in den fünfziger Jahren bis dicht an die Stadt heranrückte, sorgte zwar zeitweise für einen wirtschaftlichen Aufschwung, zerstörte aber die Umgebung der Stadt nachhaltig.

Die rekultivierung der ausgebeuteten Flächen bescherte der Stadt zwei sogenannte Restseen, die als Erholungsgebiete gut angenommenwerden, doch zeigt das Gelände jenseits des Weiertores immer noch, dass soche massiven Eingriffe in die Natur Wunden hinterlassen, die nicht so schnell zu heilen sind.

Die Erhaltung historischer Gebäude auf Dauer zu gewährleisten, ist in Zülpich zum Teil schon gelungen: Zwei Stadttore wurden Quartier örtlicher Karnevalsgesellschaften, ein drittes wird zur Zeit noch umgebaut, die ehemalige Martinskirche, durch eine kühne Stahlkonstruktion ergänzt, wird als Bürgerbegegnungsstätte genutzt, Bürgerhäuser wurden durch private Initiative der besitzer saniert, doch ist selbstverständlich noch viel zu tun.

Zur Zeit steht die Einweihung des Schutzbaues der Römerthermen, ergänzt um ein Museum der Badekultur kurz vor der Einweihung. Weiterhin schreiten die Erhaltungsarbeiten der Burg und ihr Rückbau in den Zustand vor ihrer Nutzung als Fabrikgebäude zügig voran.

Die erfolgreiche Ansiedlung von Gewerbebetrieben am nördlichen Stadtrand, die von der sehr guten Verkehrsanbindung profitierte, hat dazu geführt, dass die Stadt ständig, aber in vertretbarem Ausmaß, wächst.Dabei ist es gerade der ländliche Charakter, der die Stadt Zülpich für Neubürger ebenso anziehend macht wie für Besucher von auswärts. Zülpich hat Dank seiner zwischen dem Naturpark Eifel und den Großstädten Köln, Bonn und Aachen alle Voraussetzungen, um vom Tourismus zu profitieren: Eine weitgehend intakte Altstadt, eine Umgebung, die zu Spaziergängen und zum Wassersport einlädt, und eine ereignisreiche Geschichte, die im städtischen Museum, bei Stadtführungen unter kompetenter Leitung und bei mancherlei Veranstaltungn entdeckt werden kann.
 
Einen kurzen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erhalten Sie auf der Seite des Justiz-Clubs Düren, die auch einige Publikationen zu Zülpich veröffentlicht haben.

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