Merzenich ist ein kleiner Ort im Kreis Euskirchen, der zum Dekanat Zülpich gehört und heute ca. 160 – 170 Einwohner zählt.
Um über den geschichtlichen Werdegang Merzenichs zu berichten, müssen wir mit der römischen Epoche um Christi Geburt beginnen. So wie Tolbiacum, das heutige Zülpich, stammt auch Merzenich aus römischer Zeit. Daher der römische Ortsname Martiniacum, der im Laufe der Zeit in Merzenich abgewandelt wurde. Merzenich wird auch das Dorf in der Spitz genannt. Es liegt etwa 2,4 km südlich von Zülpich zwischen der Weggabelung der Heerstraße Köln – Zülpich – Trier – Reims.

Merzenich besaß Jahrhunderte lang eine Burg. Wenn auch heute keine befestigten Burghäuser mehr stehen, so sind ihre Spuren jedoch noch unschwer zu erkennen. Die letzten Besitzer der Burg waren die edlen Herren von Schaesberg. Die Burg war der Sitz der Jülicher Unterherrschaft Merzenich, die seit dem 15. Jahrhundert im Besitz derer von Binsfeld war. Durch Heirat kam die Herrschaft im 17. Jahrhundert an die von Schaesberg und von Orsbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Burg den Familien von Schaesberg, von Geldern und von Vourscheid gemeinschaftlich.

Merzenich war bis zum 30.06.1969 eine selbständige Gemeinde. Im Zuge der kommunalen Neugliederung erfolgte dann zum 01.07.1969 der Anschluß an die Stadt Zülpich. Ein Schmuckstück unseres Ortes ist heute Haus Nagelschmitz, eines der schönsten Fachwerkhäuser im Kreis Euskirchen.

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